Die Kinder der K.i.s.E.-Familien haben
alle ein gemeinsames Problem. Sie können, oder könnten von "normalem
Essen" nicht leben. Die Ursachen dafür sind ganz unterschiedlich.
Viele leiden am Kurzdarmsyndrom. Das bedeutet, dass ihr Darm
angeboren oder durch Operationen nicht die volle Länge besitzt und damit
auch nicht die volle Verdauungsarbeit leisten kann, oder noch nicht
leisten kann. Wieder andere leiden an NID, wo dem Magen-Darm-Trakt
die Peristaltik fehlt, die Nahrung also nicht wie gewünscht transportiert
und damit aufgenommen wird. Aber es gibt auch andere Krankheitsbilder.
Manchen fehlt einfach die "passende Ausstattung" in Form von Zotten
oder Nervenzellen im Darm, um die Nahrung verarbeiten zu können.
Oder es gibt einfach gar keine Erklärung für den Streik im Darm.
Doch alle diese Kinder können trotzdem bei ihren Familien leben. Die
meisten werden parenteral ernährt, das heißt über einen implantierten
Katheter, eben mit Infusionen unter vollständiger Umgehung des
Magen-Darm-Traktes. Andere kommen mit vorgespaltener Spezialkost aus,
die meist über Sonden in Magen oder Darm transportiert wird,
eben mit enteraler Ernährung. Manche werden parallel parenteral
und enteral ernährt. Und es gibt tatsächlich Kinder, die es irgendwann
schaffen und wieder normal leben und essen
können. |